Afrika – ist das nicht das Land mit den Löwen und Elefanten, den korrupten DiktatorInnen und den verhungernden Kindern?! Solche oder ähnliche Vorstellungen über den afrikanischen Kontinent sind euch sicherlich auch schon mal begegnet.

In Europa gibt es ein Wissen über Afrika, das durch wissenschaftliche Theorien, mediale Darstellungen, geschichtliche Hintergründe und aktuelle Beziehungen zwischen afrikanischen Staaten und Europa entstanden und geprägt ist. Dieses Wissen ist jedoch keinesfalls frei von stereotypen Bildern und Vorstellungen – im Gegenteil. Damit birgt es die Gefahr von Rassismen, Eurozentrismen und Vorurteilen in sich.

Das Interesse unseres Projekts ist es, der folgenden zentralen Fragestellung nachzugehen: Welche Vorstellungen und Stereotypisierungen über Afrika werden von europäischen Akteuren konstruiert und/oder reproduziert?

Wichtig ist, dass wir Afrika in diesem Zusammenhang nicht als geographischen Raum verstehen, sondern eher als ein gedankliches Konstrukt, dessen Entstehung und dessen Wirkmächtigkeit wir auf die Spur kommen wollen. Zu diesem Zweck widmen wir uns der Fragestellung aus unterschiedlichen Perspektiven. Die Themenfelder erstrecken sich dabei über die Bereiche Entwicklung und Ökonomie, Migration, Medien, Bildung und (Kolonial)geschichte.

Wir möchten mit diesem Projekt Menschen dazu anregen, sich mit den eigenen und den gesellschaftlich bestehenden Diskursen über Afrika auseinanderzusetzen und im Idealfall selbst an der Produktion alternativen Wissens über Afrika teilzunehmen. Dies soll unter anderem in Workshops und mit einer Seminarreihe ermöglicht werden. Weiterhin ist es unser Ziel, eine nachhaltige Vernetzung zwischen AkteurInnen, die bereits in der Thematik tätig sind, zu fördern. Außerdem soll zur Veröffentlichung unserer Ergebnisse am Ende des Projektes ein Sammelband herausgegeben werden.

Nachdem wir die letzten Monate vor allem zu unserer eigenen Weiterbildung genutzt und theoretische Grundlagen erarbeitet haben, wird im Frühjahr nächsten Jahres unser erster öffentlicher Workshop zu den Themen Entwicklungszusammenarbeit und Kolonialgeschichte in Hamburg stattfinden. Der genaue Termin mit dem Programm wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Lust bekommen, an dem Projekt mitzuarbeiten? Gibt es noch offene Fragen?

Wir sind jederzeit offen für Anregungen, Interessierte und Neueinsteiger und freuen uns, wenn ihr Kontakt aufnehmt unter: afrika%projekt@gmx.org.